Vorwort von Theresia Bauer

Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Fast 20 Jahre sind seit der UN-Weltkonferenz in Rio de Janeiro vergangen, auf der das Aktionsprogramm Agenda 21 beschlossen und das Prinzip einer nachhaltigen Entwicklung erstmals als gemeinsames Leitbild festgelegt wurde.

Um Nachhaltigkeit im täglichen Leben zu verankern, sollten wir und unsere Kinder fähig sein, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Schon die Kleinsten sollten erkennen und lernen, dass unser Handeln nicht nur Einfluss auf uns selbst, sondern auch auf nachfolgende Generationen und Menschen in anderen Weltregionen hat.

Hierfür hat die UNESCO von 2005 – 2014 die Weltdekade „ Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgerufen. Vor allem junge Menschen sollen angeregt werden, sich mit den Auswirkungen des Klimawandels und des Rohstoffmangels auseinanderzusetzen und Konsequenzen für ein neues umweltbewusstes und soziales Handeln zu ziehen.
Heidelberg wurde bereits zweimal für herausragendes Engagement im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet, worüber ich mich sehr freue.
Die „Arte Sustenibile – Kunst und Rio + 20“ zeigt, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung auch auf spielerisch-künstlerische Art möglich ist. Kreativität und Kunst bieten äußerst schöpferische und breit angelegte  Möglichkeiten, sich dem Thema Nachhaltigkeit zu nähern und hierzu bleibende Eindrücke zu hinterlassen. Manches Kunstwerk hinterlässt mehr Spuren, als es tausend Worte je könnten.

Samuel J. Fleiner hat 60 Künstler, Designer und Hochschulgruppen aus 17 Ländern zusammengerufen: Solar- und Windkunst, modernes Fahrraddesign, Recycling Art und innovative Fortbewegungsmittel – hier wird der Schutz unserer Ressourcen, die Reduzierung der Treibhausgase und das hohe Gut des sozialen Miteinanders in jedem Werk greifbar und erlebbar.

Mir ist es sehr wichtig, dass junge Menschen Verantwortung für unsere Welt übernehmen. Deshalb habe ich gerne die Schirmherrschaft für diese Ausstellung übernommen. Allen Besucherinnen und Besuchern wünsche ich einen spannenden Rundgang durch die Ausstellung

Herzliche Grüße
Theresia Bauer